Master-Slave Steckdosenleisten, die bequeme Art Strom zu sparen
Immer wieder hört man in den Medien, dass elektrische Geräte wie z.B. Fernseher, Sat-Receiver, Monitore oder Soundanlagen auch im sogenannten Stand-By-Modus ständig etwas Strom verbrauchen und man sie deswegen immer ganz ausschalten sollte. Dadurch würde man nicht nur Geld sparen, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun. Dieser Ansatz ist völlig richtig und wäre eigentlich auch recht einfach umzusetzen. Aber der innere Schweinehund siegt leider doch meistens und so spart man sich den Weg zum Fernseher und drückt lieber den Power-Knopf auf der Fernbedienung. Dabei gäbe es recht einfache und komfortable Lösungen mit einem Tastendruck mehrere Geräte vom Stromnetz zu nehmen.
Die günstigere, dafür aber etwas weniger komfortable Lösung wäre die Verwendung einer simplen Steckdosenleiste mit einem Kippschalter, bei der sich auf einen Schlag ausnahmslos alle Steckdosen auf der Leiste vom Stromnetz trennen lassen. Solche Steckerleisten findet man heute günstig in jedem Baumarkt, Elektrowarenladen oder Discounter. Ich habe eine solche Steckerleiste z.B. bei meinem Fernseher im Einsatz. Damit kann ich mit einem Schalter den Fernseher, den Sat-Empfänger und das extra Surround-Sound-System stromlos machen. Da ich nicht oft bzw. meist nicht lange fernsehe liegt hier relativ großes Sparpotential, da diese Geräte sonst die meiste Zeit im Stand-By Betrieb weiterlaufen und Strom verbrauchen würden. Ein Nachteil von diesen Steckerleisten ist aber die Tatsache, dass sie möglichst gut zugänglich platziert werden sollten, denn schließlich muss man den Kippschalter ja erreichen können. Will man also den "Kabelsalat" irgendwo hinter einem Kasten verschwinden lassen, eignet sich diese Lösung nur bedingt. Außerdem kann man diese Steckerleisten nur für Geräte verwenden die problemlos ohne Strom auskommen. Sollten z.B. bei Stromausfällen immer alle Einstellungen eines Gerätes verloren gehen wäre der Einsatz hier eher fragwürdig.
Abhilfe (und generell mehr Komfort) schafft in solchen Fällen eine sogenannte Master-Slave Steckdosenleiste. Auch hier werden die Steckdosen stromlos gemacht, allerdings automatisch anhand von einer total simplen Logik. Die Steckdosenleiste ist aufgeteilt in 1 Master-Steckdose und mehrere Slave-Steckdosen, wobei die Master-Steckdose ständig mit Strom versorgt wird. Die Slave-Steckdosen werden allesamt ein- und ausgeschalten, je nachdem ob das Gerät, das auf der Master-Steckdose hängt, gerade ein- oder ausgeschalten ist. Dazu überwacht die Steckdosenleiste einfach die Master-Steckdose und wenn hier eine gewisse Menge Strom fließt (das angeschlossene Gerät also offenbar eingeschalten ist) , werden die Slave-Steckdosen auch eingeschalten. Der Grenzwert für das Aktivieren der Steckdosen lässt sich i.d.R. ganz einfach über einen simplen Drehregler einstellen. Nach 2-3 Versuchen ist das Ganze justiert und sollte fortan anstandslos funktionieren. Mein Einsatzgebiet für eine solche Steckerleiste ist mein Schreibtisch. Der PC ist an der Master-Steckdose angeschlossen, Monitor, Drucker und die 2 Soundsysteme jeweils an einer Slave-Steckdose. Sobald ich also auf den schön zugänglichen Power-Knopf an meinem PC drücke, erkennt die Steckerleiste dass jetzt Strom benötigt wird und aktiviert zusätzlich die restlichen Steckdosen. Die Master-Slave Steckerleiste selbst verschwindet bei mir übrigens unter dem Schreibtisch hinten im Kabelgewirr und ward nicht mehr gesehen.
Eine solche Master-Slave Steckdosenleiste findet man bereits ab ca. € 10 online oder im Elektrowarenladen und ist damit natürlich etwas teurer als eine einfach mit Kippschalter. Eine nette Draufgabe ist außerdem der Überspannungsschutz, den die meisten Steckdosenleisten dieser Art bieten. Die Anschaffungskosten amortisieren sich allerdings bei 3-4 angeschlossenen Geräten meist schon innerhalb des ersten Jahres. Somit kann stromsparen einfach und komfortabel sein. Wieviel Sie sich an Kosten ersparen können und wie schnell sich eine solche Investition lohnt hängt natürlich von Ihren Elektrogeräten ab. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie das für sich persönlich ermitteln können, dann werfen Sie doch einfach einen Blick auf unseren Beitrag Stromverbrauch und die Kosten berechnen.


Das ist ja genial, so was habe ich noch nie gesehen, bisher nutze ich überall die einzeln abschaltbaren, um Strom zu sparen, aber ihr habt völlig recht, dass ist recht umständlich. Zumal ich die Leiten ja auch nciht direkt im Sichtfeld liegen haben will, also muss man erst mal in die Ecken krabbeln und sie an oder ausschalten. Mit so einem Ding liese sich das ja deutlich besser steuern. Und damit kann man dann auch wieder ein bisschen mehr sparen, da ich doch ab und an zu faul bin alles aus zu machen. Dabei versuche ich sonst alles und beobachte meinen Verbrauch auch immer mit einem Stromrechner. Werde mal gleich loszuckeln und schauen, wo ich so was bekomme. Danke für den Tipp.
Solche Geräte sind wirklich genial. Nutze schon lange überall nur noch eine zentrale Steuerung, damit kann man einen viel besseren Überblick behalten. Sonst vergisst man ja doch schnell irgendein Gerät, dass man eigentlich abschalten wollte, dass dann aber doch im Stand-by weiter läuft. Bei den derzeitigen Strompreisen muss man ja jede kleinste Einheit nutzen.
Master und Slave? was für eine Name!:D Aber das ist nicht wichtig...sondern die Neuigkeit! Schritt für Schritt lese ich alles was Du hier geschrieben hast!
LG, Ursula
Allerdings sollte man beachten, dass bei diesen Master-Slave-Steckdosen mit viel Pech schon 30 Watt Stromverbrauch anfallen nur für die Leiste, weil dort Messgeräte verbaut sind um die Strommessung der Master-Dose durchzuführen.
Also vor dem Kauf sollte man drauf achten, dass dieser Verbrauch unter dem Standbyverbrauch der angeschlossenen Geräten liegt.
Wenn man also nur einen PC+Monitor anschließt geht es sehr schnell, dass die Dose mehr verbraucht.
Gruß